Schwimmen gehen, Frau Schneiderer treffen

(für den falter)
Frau Schneiderer von der BACA (Name und Bank geändert) ruft nicht mehr an. Sie hat sich inzwischen an die Krise gewöhnt, ein Grundstück in der Südsteiermark gekauft und eine Jahreskarte im Freibad zur steinernen Wehr, wo immer eine Kleine Zeitung aufliegt.

einundzwanzigster juni ist der tag des schlafes

Die Sommeroffensive der Grazer Polizei an neuralgischen Punkten der Stadt zeichnet sich erst mal vor allem durch zahlenmäßige Imposanz aus. Um drei bis vier Jugendliche, die auf der Wiese Pizza essen, zu recht zu weisen, rückt man gerne mit acht bis neun Beamten an. Personalien werden aufgenommen, Ernährungstipps ausgetauscht, und schnell ist der Spuk vorbei [...]

hundert jahre zeitausgleich: JEDE ZELLE MEINES KÖRPERS, und: MITFAHRGELEGENHEITEN

Krisen machen die Menschen in der Regel hinterhältiger, dümmer, weniger liebenswert und kreativer. Wenn es gilt, Wege zurück zu legen, zum Beispiel: nach Mainz, sind öffentliche Verkehrsmittel nicht leistbar.
Also: zu Fuß gehen, google maps hilft: Wiener Straße – Brucker Straße – Schrauding – etc., insgesamt dauert das 6 Tage, 11 Stunden. Aber auch soziale Netzwerke [...]

100 Jahre Zeitausgleich: Harte Eier sichern!

Wir können bei der Beobachtung von Hauskatzen, aber auch von allerlei anderem Getier sowie MaturantInnen, die jetzt schon auf mehreren Fleck stehen und trotzdem beim Café König sitzen und heimlich die Praline lesen, die in einem diskreten Lesezirkel-im-Kamin-Umschlag versteckt ist,  bei Harvard-ÖkonomInnen und bei ein paar wirklich guten InvestmentbankerInnen eine Verhaltensweise lernen, die wir uns [...]

hundert jahre zeitausgleich: emotionen, alkohol, sex

…Es wird auch der Radsport nie mehr der selbe sein. Kärnten wird nicht mehr das selbe sein, das Bankenwesen wird nicht mehr das selbe sein, ja: auch die Medien werden nicht mehr die selben sein, (das fängt schon damit an, dass man merkt, dass man manche Dinge echt gar nicht lesen will, echt nicht) und [...]

100 jahre zeitausgleich: Eine Ikone ist gegangen

Es ist, bei allen Differenzen, bei allem Wissen um die Tragik dieses Tages, festzustellen, und zwar auch das in aller gebotenen Demut, Respekt undsoweiter: Es ist eine Ikone von uns gegangen. Einer, der kompromisslos nicht zuletzt mit sich selbst umging, der das auch von den anderen verlangte, denen er, als seine große Zeit vorbei war, [...]