wenn das hier ein blog wäre

30 Dec

wäre einiges anders. es ist aber kein blog. wenn es ein blog wäre, gäbe es heute folgendes feszuhalten, betreffend “die zeit” aus hamburg und die österreichische linke:
herr niavarani bestätigt in seinem interview in einem kleinen nebensatz das elend der österreichischen linken, nein, der links-rechts-denke:

“ganz links, da heißt es, alle sind ganz super und so liebe Menschen, und wenn sie sich in die Luft sprengen, muss man das aus der Kultur heraus verstehen”

spätestens seit den 80ern, als die linke sich aus verständlichen gründen, aber doch ziemlich oberflächlich auf die gegnerschaft zur haider-indizierten (eigentlich eh nur beförderten) xenophobie beschränkt hat, wird links mit diffuser menschenfreundlichkeit, “gutmenschentum” nächstenliebe verwechselt.
des weiteren muss ich feststellen, dass “die zeit” aus hamburg eigentlich nur noch peinlich ist. und dass sie unermüdlich weiterhin “wir” schreibt und damit irgendein bürgertum meint. zum beispiel: “wir trinken latte macciato aus pappbechern“. als sohn von zeit-leserInnen weiß ich, wovon ich spreche: das bürgertum liest das und denkt sich, aha, so ist das also. und fühlt sich damit irgendwie gemeint und ist froh, dass es eh nie kaffee aus pappbechern trinkt. kaffeetrinken aus pappbechern wird nämlich da kulturkritisch analysiert, da wird einem ganz schlecht.

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