Fleisch gewordene Studentenklischees IX

30 Jun

Deutschland ist da, wo starke Herzen sind

Soziologen haben wissenschaftlich belegt, dass Technikstudenten am liebsten Jeans ohne Gürtel tragen und einfache Fleischgerichte essen. In dem schönen und lehrreichen Film “die Nacht der lebenden Idioten” wird gezeigt, was in einer besseren Welt mit solchen Jungs passiert, wenn sie ein Deutschlandtrikot anhaben und bei Studentenparties Witze über Veganerinnen machen, während sie blutige Koteletts am Grill hin und her wenden und sich dabei fühlen wie junge Götter. Das hier ist aber keine bessere Welt, es ist die Kühlvitrine beim Hofer und es dreht sich alles um die Frage: wer bringt das Fleisch mit? Und diese Frage kann aber nie so richtig abschließend geklärt werden und deswegen bringen alle Fleisch mit, und das muss alles weg. Und das schlägt sich dann aufs Herz und niemand will mehr zum Public Viewing gehen. Dann schlägt aber die Stunde der Geisteswissenschaftsstudenten, die laut Wissenschaft auf Kekse und Cordhosen stehen und eine erotische Beziehung zur Uni und hier besonders zu unnützem Wissen pflegen: Public Viewing heißt zum Beispiel auf Englisch öffentliche Leichenaufbahrung, also quasi: Fleischbeschau. Da gehen eher Medizinstudenten hin, weil die eine erotische Beziehung zu Fleisch, und oft auch zu Deutschland haben, dafür sterben sie statistisch gesehen früher und oft an Herzkrankheiten.
(für den falter)

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