21 Dec

mit barbara und tom im kaiserfeld. sie sind sehr begeistert über die rede von peter weibel im museumsdistrict, vor allem über den abschnitt, wo er beschreibt, wie die kunst beginnt, sich selbst die ganze zeit legitimieren zu müssen, und aufhört, gegenständlich zu sein. die gegenstände werden nicht mehr abgebildet, sondern gleich selbst ins museum gestellt. dafür handeln die bilder nur noch von sich selbst: die linien sprechen nur über linien, die punkte über punkte, die flächen von flächen. b. meint, es würde doch langsam zeit, dass das theater auch diesen punkt erreicht und aufhört, so zu tun, als wäre das nachspielen von gegenständen und geschichten immer noch das normalste der welt. herr pollesch hat irgendwann in einem interview gesagt, dass das theater den punkt von malewitsch’ schwarzem quadrat leider nie erreicht hat. was wäre das dann für ein theater? t meint, wir sollten aufhören, theater als kunst zu bezeichnen. das ist unterhaltung. material. es steht nicht einfach da, sondern es organisiert die zeit, die die menschen (theaterinteressierte, das sind nicht kunstinteressierte) gemeinsam in einem raum verbringen müssen.

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