Archive | kanal RSS feed for this section

rede über alles mögliche

19 Jan

gehalten am 17.1.2012 im last chance saloon im forum stadtpark.

räuspern

PAUSE: IN DIE RUNDE SCHAUEN – zum fenster schauen – auf den zettel schauen – vera anschauen.

liebe kollegInnen
10 sec. pause

und kollegen

PAUSE

ich würde gern meine redezeit nutzen um einen moment lang zurück zu denken,
Continue reading

graz oldenbryg MAI 2011

2 May

guten abend.
wir versuchen, uns kurz zu fassen, damit wir schnell einen überblick bekommen, was wir wollen, was wir bisher gemacht haben, und was für eine position wir uns für die zukunft vorstellen können. wobei wir in dieser hinsicht flexibel sind: wir stehen auf der bühne und sprechen relativ frei, mit einem kleinen notizzettel, wo wir uns die wichtigsten stichworte aufgeschrieben haben, Continue reading

vilimski und der schock

7 Dec

FPÖ-abgeordnete haben viel zeit, und auch sonst haben sie einiges mit strafgefangenen gemeinsam.
der herr vilimski ist jetzt total empört darüber, dass die österreichischen häftlinge nicht mehr mit 50 000 volt-schockern ruhiggstellt werden dürfen. und weil er diese waffe so toll findet, hat er sie gleich mal an sich selbst ausprobiert, denn: wenn sich ein Abgeordneter beschießen lässt, ist das einem Häftling auch zumutbar.
florian klenk klärt auf, warum das ziemlich üble manipulation und propaganda ist.

DER REZIPIENT LEBT AUCH

23 Jul

…interessanter wird es, wenn – und der text von ingold (s.u., “der autor lebt”), ist da nur ein beispiel – die „verluderung der sprachform“, stichwort: SMS-jargon, kalauer etc… der heutigen zeit und der literatur sowieso beklagt werden.

keine geraden deutschen sätze mehr, statt dessen zerhacktes gestammel. und gleichzeitig leichte konsumierbarkeit, weil rezipientInnen sich schon in ihrem alltagsleben genug mit „interaktiver mediennutzung“ herumschlagen müssen. in seinem kulturpessimismus klingt das schon richtig vertraut, erinnert außerdem an die gute altlinke klage über den niedergang der politik, oder auch: politikfrust in den jüngeren generationen. und vielleicht haben die beiden erscheinungen, die empirisch ja durchaus belegbar sind, mehr gemeinsam, als man denkt.

folgt man dem italienischen philosophen paolo virno, dann ist das, was man so als abkehr von traditioneller, organisierter politik (in parteien, verbänden, auf demos etc…) beobachtet, die folge von grundlegenden verschiebungen auf dem gebiet der arbeit.

Continue reading

der autor lebt

23 Jul

(zu: F.P.Ingold: Ego-Firmen im Alltagsdiskurs.in den aktuellen manuskripten und hier)

wenn einer anmerkt, dass der großteil der gegenwärtigen literatur in seiner spießigen rückkehr zum simplen auktorialen realismus, zur ziemlich billig zu habenden WELTHALTIGKEIT (ein ernstzunehmender kandidat für das unwort des jahres oder jahrzehnts, dramaturgInnen, lektorInnen und kritikerInnen sollen es aus ihrem wortschatz streichen oder für immer schweigen) ziemlich gleichförmig, marktkonform, schnell konsumierbar daherkommt, gibt es wenig grund zu widersprechen.

das allerdings wird dann belegt mit der Art und Weise, wie er [der Autor]- außerhalb der Literatur – auftritt und sein Image pflegt. daran knüpft dann eine polemik gegen leisereisentourismus, multistipendiatentum (ohne dieses schöne wort zu verwenden), usw. und das erscheint dann schon reichlich widersprüchlich.

Continue reading