Tag Archives: rezeption

das leben ist ein skikurs

20 Jan

talking with B. after a show of “während vor ihm sich die zukunft staut” about commitment. there is not even a proper german word for it. hingabe, widmung, verpflichtung…. we came up with something like in each performance, no matter who is watching, you will always perceive them as the most important counterpart of the world. there is always someone that you are adressing, in the rehearsal space there is someone and in writing there seems to be a secret space behing my screen where i put things in. call it “öffentlichkeit”. but recently i think that the best counterpart is always the one that hurt you most. but you know, there is alway someone that could hurt you more. and probably this is what i see in the audience.

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die arbeit des zuschauers

23 Jul

…rezeption ist arbeit (s.u.).
die lecture-performance „M-eine Stadt sucht ihre Mitte“, Teil III, beschäftigte sich mit der eigenverantwortung der zuschauerIn und machte das verfertigen des „WERKES“ während der aufnahme im kopf des zuschauers zum thema. hier ist ein textauszug dazu: zur-verfertigung

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“zur verfertigung” by zweite liga für kunst und kultur is licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial 3.0 Unported License.

DER REZIPIENT LEBT AUCH

23 Jul

…interessanter wird es, wenn – und der text von ingold (s.u., “der autor lebt”), ist da nur ein beispiel – die „verluderung der sprachform“, stichwort: SMS-jargon, kalauer etc… der heutigen zeit und der literatur sowieso beklagt werden.

keine geraden deutschen sätze mehr, statt dessen zerhacktes gestammel. und gleichzeitig leichte konsumierbarkeit, weil rezipientInnen sich schon in ihrem alltagsleben genug mit „interaktiver mediennutzung“ herumschlagen müssen. in seinem kulturpessimismus klingt das schon richtig vertraut, erinnert außerdem an die gute altlinke klage über den niedergang der politik, oder auch: politikfrust in den jüngeren generationen. und vielleicht haben die beiden erscheinungen, die empirisch ja durchaus belegbar sind, mehr gemeinsam, als man denkt.

folgt man dem italienischen philosophen paolo virno, dann ist das, was man so als abkehr von traditioneller, organisierter politik (in parteien, verbänden, auf demos etc…) beobachtet, die folge von grundlegenden verschiebungen auf dem gebiet der arbeit.

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