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der autor lebt

23 Jul

(zu: F.P.Ingold: Ego-Firmen im Alltagsdiskurs.in den aktuellen manuskripten und hier)

wenn einer anmerkt, dass der großteil der gegenwärtigen literatur in seiner spießigen rückkehr zum simplen auktorialen realismus, zur ziemlich billig zu habenden WELTHALTIGKEIT (ein ernstzunehmender kandidat für das unwort des jahres oder jahrzehnts, dramaturgInnen, lektorInnen und kritikerInnen sollen es aus ihrem wortschatz streichen oder für immer schweigen) ziemlich gleichförmig, marktkonform, schnell konsumierbar daherkommt, gibt es wenig grund zu widersprechen.

das allerdings wird dann belegt mit der Art und Weise, wie er [der Autor]- außerhalb der Literatur – auftritt und sein Image pflegt. daran knüpft dann eine polemik gegen leisereisentourismus, multistipendiatentum (ohne dieses schöne wort zu verwenden), usw. und das erscheint dann schon reichlich widersprüchlich.

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